Domsanierung in Schleswig

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Der St. Petri-Dom zu Schleswig braucht Hilfe

Der Westturm und die Westgiebel des Schleswiger Doms weisen schwerwiegende Schäden auf, sie müssen dringend saniert werden.

Bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung des Turms 1894 traten erste Schäden auf. Eine umfangreiche Sanierung konnte erst nach Ende des 2. Weltkriegs vorgenommen werden. Allerdings wurden damals - wie sich jetzt heraus stellte - nicht frostsichere Ziegeln verwendet. Auch der Mörtel war nicht optimal zusammengesetzt.

Der Westturm im St. Petri Turm zu Schleswig Westturm im St. Petri Dom zu Schleswig
In der Folgezeit drang kontinuierlich Regenwasser in den Turm ein. Das Wasser sammelte sich im Mauerwerk und im Inneren des Turms, es bildeten sich mehr und mehr Risse. In den 1990er Jahren mussten deshalb zahlreiche Hohlräume im Turmmauerwerk verpresst und Risse geschlossen werden.

Durch diese Maßnahmen konnte der Wassereintrag verringert, jedoch nicht völlig aufgehalten werden. Im Jahr 2000 hat die Gemeinde die Fugen zwischen den Kupferscharen des Turmdaches abdichten lassen, über die ebenfalls Wasser eingedrungen war.

Die fortgesetzte Schädigung konnte trotz aller Maßnahmen nicht aufgehalten werden: im Turm ist Wasser, das Mauerwerk ist voller Risse. Auch der mit Kupfer gedeckte Turmhelm blieb nicht verschont: Eindringendes Wasser hat zu Schäden an der Konstruktion des Dachstuhls geführt, Korrosionsschäden sind deutlich sichtbar.

Von der Nässe sind auch die Westgiebel betroffen, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Raumklima. Die wertvolle Ausstattung des Doms leidet durch die Raumfeuchte, auch die hölzerne Dachkonstruktion ist nicht mehr intakt.

Infolge all dieser Schäden platzen seit 2004 immer wieder Steinteile ab. Um Besucherinnen und Besucher des Doms zu schützen, ist seit 2011 ein Schutzgerüst aufgestellt.

Der Turm im St. Petri-Dom

Der Westturm der St. Petri-Domkirche in Schleswig wurde von 1888 bis 1894 als Stiftung des Königs und Kaisers Wilhelm I. im neugotischen Stil erbaut. Durch den Turmbau sollte ein politisches Zeichen der preußischen Vorherrschaft gesetzt werden.

Mit seiner Höhe von 112 Metern rückte der Schleswiger Dom seinerzeit in die Reihe der höchsten Sakralbauten in Deutschland auf.

Bereits 13 Jahre nach Vollendung des Turms zeigten sich erste Schäden, die in den Folgejahren massiv zunahmen. Eine grundlegende Sanierung konnte erst nach Ende des 2. Weltkriegs durchgeführt werden. Im Vorfeld waren Überlegungen angestellt worden, den Turm niederzulegen. Wegen seiner stadtbildprägenden Bedeutung blieb der Turm jedoch erhalten.

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Das Sanierungskonzept

Für die Bauaufsicht am Schleswiger Dom ist die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) zuständig. Nach der erforderlichen Vorklärung beauftragte sie im Sommer 2014 die Firma Dr. Krekeler Generalplaner GmbH mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes.

Das Sanierungskonzept sieht eine umfassende Instandsetzung des Turmschafts und der Westfassade vor, die den klimatischen Bedingungen Schleswig-Holsteins Rechnung tragen und somit nachhaltig zum Erhalt des Doms beitragen soll.

In die Gesamtsanierung mit einbezogen werden Restaurierungsarbeiten im Inneren des Doms, sowie auch im Bereich der Fürstengruft.

Den Schwerpunkt der Arbeiten wird jedoch die Sanierung von Turm und Westfassade bilden. Das vorgesehene Verfahren sieht eine Bekleidung der Turmpfeiler aus Kupferblech vor, die der hohen Schlagregenbeanspruchung entspricht.

Die Fassade bzw. das Mauerwerk der Pfeiler kann unter der Bekleidung erhalten bleiben, sie muss jedoch repariert werden. Die Giebel der Westfassade des Domes sollen im oberen Bereich vollständig erneuert werden, der untere Bereich wird umfassend instandgesetzt.

Für das Gesamtvorhaben wird gegenwärtig eine Planungs- und Bauzeit von mindestens fünf Jahren veranschlagt.

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»Allen, die zur Erhaltung des St. Petri-Doms in Schleswig beitragen, möchte ich herzlich danken!«

Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein

Finanzierung

Die Kosten des Gesamtvorhabens belaufen sich der vorliegenden Kostenschätzung zufolge auf 17,3 Mio Euro.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat vor dem Hintergrund der besonderen kulturellen Bedeutung des St. Petri-Doms mit Beschluss vom 12. November 2015 eine Förderung in Höhe von 50 Prozent des Gesamtvolumens in Aussicht gestellt. 

Spenden

Trotz der zugesagten Mitfinanzierung durch den Bund und trotz der Unterstützung durch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland sind wir angewiesen auf Spenden.

Wir bitten Sie: Helfen Sie uns durch eine Spende, den Westturm unseres Schleswiger Doms zu restaurieren. 

Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken!

Spendenkonto

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Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen zugesandt.

Der Dom zu Schleswig - Foto: Wolfgang Pittkowski
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